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Tag 6 - Rijeka (HR) Kroatien - Ein Scheisstag

Die Abreise zum Treffpunkt in Rijeka läuft pünktlich ab. Paule bleibt mit Gepäck für drei Leute zurück und wartet auf ein Taxi daß um 7.30 kommen sollte um dann um 8 Uhr pünkltich beim Piaggio Händler zu sein.

Leider läuft das Ganze etwas anders ab. Während der Rest des Teams zum Chekpoint fährt

muss Paule erst nochmal beim ADAC Kroatien anrufen damit dann irgend wann gegen 8.30 jemand zur Abholung kommt.

Der größere Teil des Teams fährt zum Traumhaften Checkpoint in Rijeka.

Vor Traumkulisse treffen sich die übrigen Teilnehmer am Morgen.

Vivien ist mit dem Roller von Paule und Alex mit seinem währenddessen unterwegs zum Piaggio Händler in der riesen Stadt. Derweil wird Paule mit einem Taxi zum Abschleppunternehmen gebracht. Nach kurzer Wartezeit fahren nun der Abschlepper und das Taxi zum Händler der die Teile haben sollte.

Dort angekommen kehrt jedoch schnell Ernüchterung ein. Der Händler hat keinerlei Teile auf Lager, eine Expressbestellung würde sieben Tage dauern. Arschkarte, das war´s....

Wir quatschen wirklich Jeden an und fragen ob jemand jemanden kennt der eine 50er oder einen Roller verkaufen möchte. Kaffebesucher, Lieferanten, Postbote und auch Schrauber des Piaggio Händlers werden allesamt generft von uns. Keiner kann helfen.

Ein Anruf beim ADAC soll Hilfe bringen. Doch die halten uns nur hin und wollen sich später zurück melden. Derweil klingelt der Chef des Abschleppunternehmens immer wieder bei seinen Fahrern durch daß sie zurück kommen müssen da die Autos gebraucht werden. Wir halten sie Stunden hin und fragen verzweifelt immer weiter. Aber irgend wann geht es dann nicht mehr. Paule wird zurückgebracht zum Abschlepper. Dort, wo er bereits 2 Stunden vorher war. Die Anderen treffen sich derweil bei Piaggio und frühstücken in einer Lieferanteinfahrt. Paule räumt das Taxi beim Abschlepper aus und wartet immer noch auf einen ADAC Rückruf. Der lässt jedoch auf sich warten.

Wie es der Zufall will ruft plötzlich Alex vom Piaggiohändler an und sagt daß dort jemand die Erstzteile hätte uns sie uns für 500 Kuna (Ca. 66 Euro) auch einbauen würde. Paule erkundigt sich bei dem Menschen ob das wahr ist und wie sicher er sich ist daß er Alles hat. Der versichert zu 100% daß er das könne.

Also wird auf eigene Rechnung der Abschlepper erneut beladen und wir fahren im Abschleppwagen mit Gepäck von drei Leuten (Teilweise auf der Ladefläche) zu dem "Retter" der Teile. Ganz erschrocken stellen wir fest daß der Junge 18 Jahre alt ist und auch noch einen Gipsarm von einem Handbruch trägt.

Doch er und sein Freund machen sich sofort daran daß Gerät zu untersuchen. Leider stellen sie nach wenigen Minuten fest daß es mit einem Zylindertausch nicht erledigt sei. Die

Kurbelwelle hakt und der Motor muss komplett zerlegt werden. Er hätte aber alle Teile und bereitet uns auf einige Stunden Wartezeit vor.


Zwischenzeitig besorgt er für Paule seinen Roller noch Bremsbeläge, denn der bremst seit zwei Tagen auf Metall. Die nicht passenden Beläge werden mit einer Flex von der Nachbarbaustelle aber schnell eingepasst.

Von einem Roller ist hier wenig zu erkennen.

Sein sehr gut sprechender Vater kommt noch mit einem Schnaps vorbei und unterhält uns ein wenig.

Es ist wunderbares Wetter aber uns bleibt leider Nichts weiter übrig als stundenlang zu warten.

Nach dem ersten erfolgreichen Probestart suchen wir nach einer Motorabdeckung ohn die wir unmöglich mit dem Roller fahren können. Er würde nach wenigen Minuten überhitzen. doch nirgend wo ist die Plastikkappe für die Zwangsbelüftung zu finden. Erneut wird beim Abschlepper angerufen, doch niemand weiß wo sie geblieben ist. Doch wir lassen uns ja von so einem stückchen Plastik nicht mehr aufhalten und basteln eine Abdeckung aus Pappe und Panzertape. Davon haben wir reichlich. Zu erst belächelt funktioniert diese Konstruktion

jedoch hervorragend und erfüllt seinen Zweck.


Doch nach sehr zähen 7 Stunden läuft der Ofen tatsächlich wieder und wir können weiter fahren. Alles sind überglücklich, durchgeschwitzt und voller Hoffnung nun das Unglück beendet zu haben.

An der nächsten Tankstelle tanken Alle nochmal voll. Paule setzt zum Benzininhalt aber wegen dem neuen Kolben etwas mehr Öl zu und schon steht Vivien wieder. Der Fehler ist aber irgend wann gefunden und wird durch Benzinverdünnung wieder behoben.

- nach nur 10 Minuten Fahrzeit stehen wir erneut -

Und schon geht es weiter. Doch nach weitern 10 Minuten Fahrzeit stimmt schon wieder etwas mit Blümchen nicht. Vivien ist schon so sauer daß sie Blümchen auf Blume umtauft. Vermutlich war "Er" nicht damit einverstanden einen weiblichen Namen zu tragen. Doch unser Variomatikexperte Alex hat den Fehler schnell gefunden: Der "Mechaniker" hatte die Schraube der Variomatik nich richtig angezogen und so rutschte der vorderer Antrieb von der Kurbelwelle. Routiniert kann Alex das Problem lösen und nach weiteren 40 Minuten können wir weiter fahren.

- Die pannenserie reisst nicht ab -


Es ist spät geworden. Kurz hinter der Grenze nach Slowenien tanken wir noch mal bei einem völlig betrunkenen Tankwart, essen und trinken während wir uns beraten. Wir entsheiden uns für eine kurze Fahrt nach Triest und wollen dort übernachten. Dann muss es eben Morgen sehr früh los gehen, wir wollen ja den letzten Checkpoint noch erreichen.







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